Afrikas Ernährung leidet unter dem Krieg in der Ukraine

Afrikas Ernährung leidet unter dem Krieg in der Ukraine
Displaced Sudanese sit with rations provided by the UN World Food Programme (WFP) at a camp in Shangil Tobaya, North Darfur. The camp was populated a year and a half ago by the Zagawa people who fled fighting in their native South Darfur.

Herne: Es wird schwierig werden die Welt zu ernähren. Wir werden nicht nur immer mehr Menschen, nein jetzt zerstört ein massiver Krieg den Kampf gegen den Hunger. Die Ukraine und Russland gehören zu den weltweit größten Getreide Exporteuren. Das wird besonders beim Brotgetreide Weizen deutlich. Im Ranking ist Russland der weltweit größte und die Ukraine der fünft größten Weizenexporteur. Nun ist der Weizenexport über das schwarze Meer wegen des Krieges nicht möglich. Ein längerfristiger Ausfall könnte zu massiven Problemen besonders bei den ärmeren Ländern in Afrika führen. Vor dem Krieg importierten 45 afrikanische Länder Getreide, mehrheitlich aus der Ukraine und Russland. Wichtiger Importeure sind Tunesien und Ägypten. Das Land am Nil ist mit 100 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste in der arabischen Welt. Die Produktion für Getreide auf dem Weltmarkt lässt sich kurzfristig erhöhen, wenn die für Biokraftstoffe vorgesehen Böden für den Ausbau von Brotgetreide umgewandelt werden. Jedoch ist die Ukraine als Lieferant langfristig nicht zu ersetzen. Ihr Ausfall verschlechtert Afrikas Versorgung und treibt auf die Preise in die Höhe. Deutet sich eine humanitäre Katastrophe an.  

Autor: Dr. Thomas Isenburg

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