BildMedienbüroMiniGrids

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jenseits des Bildes von Katastrophen und Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent gibt es ein anders Afrikabild. Afrikanische Volkswirtschaften beschleunigen ihr Wachstum und handeln intensiver mit der Weltwirtschaft. Die Basis hierfür sind starke landwirtschaftliche Grundlagen sowie riesige natürliche Ressourcen. Wichtig für menschliche und ökonomische Entwicklungen sind neben einer stabilen Wasser- und Gesundheitsvorsorge sowie Strategien zur Konfliktvermeidung die ausreichende Verfügbarkeit von elektrischer Energie. Dazu kommen Aktivitäten zur Entspannung von Konflikten. Gerade hierfür wird zur Zeit die Infrastruktur aufgebaut.

Das hier noch einiges zu tun ist bemerkt man rasch, wenn man einmal bei Nacht über den afrikanischen Kontinent fliegt. Im Vergleich zu Europa sind nur wenige Lichter zu sehen. Dieses soll sich nun ändern. Viele Kommunen öffnen sich der Idee der Mini-Grids, die durch Strom aus Solarzellen gespeist werden. Sie versorgen Verbraucher wie Lampen, Kühlschränke und Cellphones mit elektrischer Energie. Gerade hierin sehen Experten wie Mr. Aboubakari Baba Moussa, Direktor für Energie und Infrastruktur eine große Chance für die Entwicklung Afrikas. Hierzu ist die Partnerschaft zwischen der EU und Afrika ein Schlüsselschritt.

Gerade in den kleinen abgelegenen ländlichen Dörfern, Abseits der Stromnetze sollen diesen kleinen Stromnetze integriert werden, weil die großen nationalen Stromnetze nicht erreicht werden. Hinzu kommen kleine Anlagen zur häuslichen Stromversorgung. Dazu meint die internationale Energie Agentur (EA), dass mehr als 50 Prozent der ländlichen Bevölkerung mit Hilfe dieser Energieform versorgt werden können. Beispiele hierfür gibt es im Senegal, Mali, Tansania und Kenia.

Autor: Dr. Thomas Isenburg, Wissenschaftsjournalist für Afrika und Energie